Körper Psyche Geist sind wohl nicht zu trennen

Körper Psyche Geist sind wohl nicht zu trennen

Jede geschulte Ärztin oder jeder geschulte Sportwissenschaftler wird bei Beschwerden wie nächtlichen Wadenkrämpfen den Magnesiumstatus der Betroffenen überprüfen. Aber nicht nur Magnesium-Defizite zeigen ganz spezifische Symptome, sondern beinahe alle lebensnotwendigen Mikronährstoffe zeigen bei latenten Mängeln typische, meist auch psychische Symptombilder. 

Die Natur schickt uns hungrig und ängstlich auf die Welt. Hunger und Angst sind die beiden Kräfte, die Leben antreiben. 

Das Mittel gegen den Hunger brauchen wir ein Leben lang. Deshalb müssen wir unser Leben lang ausreichend Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und Vitalstoffe zu uns nehmen, damit wir den Hunger stillen können. 

Das Mittel gegen die Angst brauchen wir auch ein Leben lang.

  • Einfühlungsvermögen (=Vertrauen zu erleben ist die Basis dafür, sich erwünscht zu fühlen). Damit wir andere fühlen können, brauchen wir den Botenstoff Oxytocin. Es ist unser Vertrauenshormon.
  • Gemeinschaftsfähigkeit (=gemeinsam Ziele zu erreichen ist die Basis dafür sich zugehörig zu fühlen). Damit wir ein Gemeinschaftsgefühl empfinden können, brauchen wir Serotonin. Es ist unser Zufriedenheitshormon. 
  • Wertschätzen können (= Achtung zu haben ist die Basis dafür, sich selbst kompetent zu fühlen). Damit wir Wertschätzung empfinden können, brauchen wir Dopamin. Es ist unser Antriebshormon.  
  • Respektieren können (= Wirksamkeit zu spüren ist die Basis dafür, sich rollenspezifisch einordnen zu können). Damit wir unseren Einfluss auf Geschehnisse erleben können, brauchen wir Noradrenalin. Es ist unser Begeisterungshormon. 

Sind diese vier Botenstoffe mit ihren helfenden Substanzen aktiviert, erreichen sie als Nahrung und Trainer die Nervenzellen. Das stillt die Angst und wir erleben das als Sicherheit. Auch die Nervenzellen brauchen diese Nahrung ein Leben lang. Kommen wir nicht ausreichend zu diesen Erlebnissen, knicken die Boten ein und Ängste kriechen als Symptombilder ins Bewusstsein. 

 

Was ist zuerst da: Henne oder Ei?

Hennen legen Eier - sind also deren Ursache und doch sind sie selbst aus Eiern geschlüpft. Die Frage nach der Kausalität bleibt wohl unbeantwortet.

Die Sache mit dem Hunger ist uns klar. Wenn wir nicht ausreichend die 4 Grundnahrungsbereiche  (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette und Vitalstoffe) bekommen, zeigt sich das als Hunger und wenn wir modern (= industriell verarbeitete Lebensmittel) essen, werden wir nicht ausreichend versorgt. Fehlende Substanzen zeigen sich in typischen Symptombildern. Wir erkennen und erforschen den Mangel mit dem Ziel, uns heilsam mit entsprechender Nahrung nachzunähren.  

Die Sache mit der Angst ist eigentlich ganz ähnlich und auch klar. Wenn wir nicht ausreichend die vier Grundgefühle (Vertrauen=Oxytocin, Gemeinschaftsgefühl=Serotonin, Achtung=Dopamin und Wirksamkeit=Noradrenalin) spüren, werden die Nervenzellen nicht ausreichend versorgt. Fehlende Substanzen zeigen sich in typischen Symptombildern. Wir erkennen und erforschen den Mangel an Erlebnissen mit dem Ziel, uns heilsam  mit entsprechenden emotionalen Zuständen nachzunähren. 

Hunger und Angst bewegen uns!

Körper, Psyche und Geist sind wohl nicht zu trennen. Hunger und Angst treiben unser Leben und wenn was schiefgeht auch die Heilung an. Wenn wir uns mit Nahrung und Emotionen ausreichend gut ernähren, wirken die Muskeln bei lustvoller Bewegung wie Hormonpumpen, die das Immunsystem aufbauen, Entzündungen bremsen, das Autoimmunsystem trainieren und uns glücklich sein lassen. Ich denke: Das ist doch was, oder?

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